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Zeittafel
1762 19.5. Johann Gottlieb Fichte in Rammenau geboren.
1771-1774 Förderung durch Freiherrn Haubold von Miltitz.
Erziehung durch Pfarrer Krebel, Niederau.
Besuch der Stadtschule Meißen.
1774-1780 Landesschule in Pforte bei Naumburg (Fürstenschule Schulpforta).
 Bild: Schulpforta Holzschnitt
1780-1781 Student der Theologie in Jena.
1781-1788 Student in Leipzig, seit 1784 aus Geldnot auf Stundengeben, Tätigkeit als Hauslehrer in bürgerlichen und adligen Häusern angewiesen.
1788 Juli/August Aufenthalt im Elternhaus. ,,Zufällige Gedanken in einer schlaflosen Nacht“.
1788-1790 Hauslehrer in Zürich (Gasthof zum Schwert).
Freundeskreis im Hause des Kaufmanns Hartmann Rahn.
Verlobung mit Johanna Maria Rahn.
1790 April Rückkehr nach Leipzig.
Die Beschäftigung mit der Philosophie Immanuel Kants wird zur Wende im Suchen nach geistigem Halt und einem sinnerfüllten Leben.
1791 April Reise nach Warschau - Königsberg. Persönliche Bekanntschaft mit Kant. Vermittlung einer letzten Hofmeisterstelle.
1792 Hofmeister beim Grafen v. Krockow .
„Versuch einer Kritik aller Offenbarung“ (anonym erschienen) begründet Fichtes Ruhm.
 Bild: Titelseite der Erstausgabe
1793 Juni Rückkehr nach Zürich. 22.10. Hochzeit mit Johanna Maria Rahn.
„Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europas, die sie bisher unterdrückten“.
,, Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution“
Ausarbeitung des eigenen philosophischen Systems.
26.12.Berufung an die Universität Jena.
1794 Vorträge über seine Philosophie im Hause Lavaters in Zürich.
22.3. Ernennung zum ordentlichen Prof. der Philosophie an der Universität Jena.
18.5. Fichte trifft in Jena ein.
23.5. Erste Vorlesung „Über den Begriff der Wissenschaftslehre“.
Erteilung der philosophischen Doktorwürde durch die philos. Fakultät.
14.6. Empfang bei Herzog August von Sachsen-Weimar und Eisenach.
28.6. Erster Besuch bei Johann Wolfgang von Goethe.
November - Januar Zeitweiliges Verbot der Sonntagsvorlesungen.
1795 Januar - April Studentische Randale gegen Fichte wegen seiner Bemühungen um die Selbstauflösung studentischer Orden.
Nach Beendigung seiner Vorlesungen Aufenthalt in Oßmannstedt von April bis September. Mitarbeit an Schillers „Horen“ und an Niethammers „Philosophischem Journal“. „Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution“ (2. Auflage).,, Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre“.
1796 „Grundlage des Naturrechts“ 1. Teil.
18.7. Fichtes einziges Kind, Immanuel Hartmann, geboren.
Gratulation und Abendmusik von 300 Studenten zu dieser „erfreulichen Begebenheit“ in Fichtes Leben.
1797 „Grundlage des Naturrechts“ 2. Teil.
1798 „Das System der Sittenlehre“
Der Atheismusstreit.
„Appellation an das Publikum wegen der Anklage des Atheismus“
Bild: Brief an Kant, " Verehrungswürdiger Freund und Lehrer ...." ( zum vergrössern, anklicken )
1799 2.4. Entlassung Fichtes.(Uni Jena)
3.7. Fichte trifft in Berlin ein.
1800 „Der geschlossene Handelsstaat“
„Die Bestimmung des Menschen“.
1801 „Sonnenklarer Bericht an das größere Publikum“
1804/1805 „Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters“ (Privatvorlesungen).
1805 Sommerprofessur in Erlangen.
1806 „Die Anweisungen zum seligen Leben“ (Privatvorlesungen in Berlin).
24.10. Die Truppen Napoleons besetzen Berlin.
Fichte will „den Nacken nicht unter das Joch des Treibers bücken“, ist wenige Tage zuvor dem König über Stargard-Danzig nach Ostpreußen gefolgt.
1807 5.1. Erste Vorlesung in Königsberg in Wahrnehmung seiner provisorischen Professur.
1. - 9. Juli Stürmische Fahrt von Memel über die Ostsee nach Helsingör (Dänemark).
9. Juli Friede von Tilsit. Berlin bleibt besetzt.
1. August Frau Fichte bittet den Gatten, nach Berlin zurückzukehren.
Ende August kehrt Fichte von Kopenhagen trotz der französischen Besatzung nach Berlin zurück.
1807/1808 13.12. - 20.3. „Reden an die deutsche Nation in Berlin“
1810 Professor für Philosophie an der neugegründeten Berliner Universität.
1811 19.11. Antrittsrede als 1. gewählter Rektor.
1812 14.2. Gesuch um Entbindung vom Rektorat.
11.4. Fichtes Abdankung wird stattgegeben. Letzter Besuch Fichtes bei den Eltern in Rammenau.
13.9. Tod des Vaters, Christian Fichte.
1813 19.2. Rede an die Studenten anläßlich des Abbruchs der Vorlesungen infolge der Kriegshandlungen.
Mai Vorlesungen über den Begriff des wahrhaften Krieges.
20.12. Tod der Mutter, Maria Dorothea Fichte, geb. Schurich.
1814 29.1. Fichte stirbt an Lazarettseuche (Typhus), die seine bei der Pflege Verwundeter tätige Frau auf ihn übertragen hatte.
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